Presse

 

 

Badische Zeitung 04.Okt.2011

Und der Gewinner ist: “Last Train”

Sechs Bands beim Finale des trinationalen Contests in Neuenburg.

NEUENBURG AM RHEIN. Die Rockband “Last Train” ist Gewinnerin des ersten grenzüberschreitenden Bandcontests “Tri-bune”. Auf hohem Niveau, so das Urteil der Fachjury, setzte sich die französische Band am Samstag in Neuenburg gegen fünf weitere Gruppen aus der Schweiz, aus Deutschland und aus Frankreich durch. Das Ziel des Wettbewerbs, junge Menschen grenzüberschreitend zusammenzubringen, war – zumindest im Ansatz – gelungen.

Mit rund 300 Besuchern war die Zahl der Zuhörer beim ersten trinationalen Bandcontest zwar nicht gerade groß, aber durchaus respektabel. Für die teilnehmenden Bands, die sich bei Vorentscheiden in Basel, Mulhouse und Freiburg für das Finale im Neuenburger Stadthaus qualifiziert hatten, tat dies keinen Abbruch. Die Gruppen bemühten sich nach Kräften, das Publikum zum Mitmachen zu bewegen. Und es klappte: Schweizerische, deutsche und französische Fans rockten gemeinsam ab, sangen mit und schwenkten Fähnchen in den verschiedenen Landesfarben. Die Stimmung, da waren sich die Organisatoren einig, war ausgezeichnet. Einziger Wermutstropfen: Aus Neuenburg selbst waren nur wenige junge Menschen gekommen.


“Das ist ein tolles Projekt, auch wenn ich anfangs eher skeptisch war”, sagte Mitorganisator Dänu Siegris, Vorsitzender des Basler Rockfördervereins. Im Laufe der Entwicklung dieses Contests habe er nicht nur die Mitstreiter aus den Nachbarländern schätzen gelernt, sondern auch den Wert des gegenseitigen Kennenlernens erkennen können. Auch für Jurymitglied Jean Louis Rausch, Vertreter des Conseil General, ist der grenzüberschreitende Contest “ein tolles Event”.

Noch vor Beginn der Premiere waren Vertreter der politischen Institutionen, der organisierenden Einrichtungen und der Oberrheinkonferenz ins Stadthaus gekommen. Neuenburg sei ein guter Ort für junge Menschen und für grenzüberschreitende Kooperationen, betonte Bürgermeister Joachim Schuster bei einem kleinen Empfang. Es sei wichtig, die Menschen im Dreiland zusammenzubringen. Dankbar zeigte er sich, dass mit dem Contest eine Initiative zur Begegnung der Jugend aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz gestartet wurde. Es sei das bisher größte grenzüberschreitende Jugendprojekt, so Wolfgang Gerbig, einer der Cheforganisatoren und Verantwortlicher für die Jugendarbeit in Neuenburg.

Sehr unterschiedliche Musik präsentierten die sechs Band auf der Stadthausbühne, unterstützt vom Publikum. Den Sieg machten am Ende die schweizerische Band “Reding Street” und die französischen Gruppen “Lips addiction” und “Last Train” unter sich aus. Die deutsche Gruppe “No Problem”, die beim Music-Star(t)-Contest” im Juni noch den zweiten Platz erreichte, spielte keine Rolle bei der Entscheidung um den Sieg. Auch die Schweizer Band “Amorph”, die ausschließlich instrumentale Eigenkompositionen spielte, sowie die französische Formation “Mid Wild” konnten sich nicht platzieren. Enttäuscht war am Ende aber keine der beteiligten Bands. “Last Train” erhält nun die Chance, bei drei großen Musikereignissen in den beteiligten Ländern als Vorgruppe zu spielen. Die Zweitplatzierten bekommen ein Coaching bei der Jazz- und Rockschule in Freiburg.

Es gab noch einen Hauptgewinner: die Jugendlichen. Da wurden erste Kontakte zwischen den Musikern, aber auch zwischen Zuhörern geknüpft und gemeinsam gefeiert. Das Etappenziel, junge Menschen über die Grenzen hinweg zusammenzubringen, scheint zumindest im Ansatz gelungen zu sein. Jetzt gelte es, dieses “zarte Pflänzchen der Freundschaft” zu pflegen und im kommenden Jahr wieder zum Erblühen zu bringen, hieß es aus dem Organisatorenkreis.

Die Idee zu diesem trinationalen Bandwettbewerb wurde im Arbeitskreis “Jugend” der Oberrheinkonferenz geboren. Die Schirmherrschaft übernahmen der Freiburger Regierungspräsident, der Präsident des französischen Conseil General und der Regierungsrat des Kantons Baselland. 2012 findet das Finale in Basel statt.

Weitere Fotos gibt es unter http://www.badische-zeitung.de

 

Badische Zeitung vom 12. August 2011

BZ-Interview mit Jugendlichen über die Unruhen in England.
Ferhad, Frederick, Lucas und Felix gehören zu den Jugendlichen, die gerade beim Neuenburger Kindersommer als Betreuer und in Aufpasserfunktion dabei sind.

Jugendliche Neuenburg Foto: Jutta Schütz

NEUENBURG AM RHEIN 140 Kinder machen bei dem Ferienprogramm mit – manche sind dort nach Einschätzung der Jugendsozialarbeiter Wolfgang Gerbig und Martin Doll und ihren 30 freiwilligen Helfern besser aufgehoben als zu Hause oder auf der Straße. Die vier jungen Betreuer beobachten die Jugendunruhen in England und ziehen Vergleiche im Gespräch mit BZ-Mitarbeiterin Jutta Schütz.

BZ: Könnt ihr euch erklären, wie dieser plötzliche Ausbruch von Gewalt, verbunden mit Plünderungen, zustande kommt?

Ferhad: Das ist schon beunruhigend zu sehen, was in London, Leeds und Manchester abgeht. Man fragt sich, was man selbst machen würde, wenn man Zeuge solcher Gewalt junger Menschen wird. Vor allem, wenn man selbst bei großen Festen wie beim Nepomukfest auch mal mit ein Auge auf Jugendcliquen hat.

Frederick: Die Politik hat versagt. Es ist in England genau da Geld eingespart worden, wo man nicht sparen darf: bei Jugendbetreuung, Jugendsozialhilfe, Schulen. Wenn Jugendtreffs geschlossen werden, keine Ansprechpartner mehr da sind, keine Perspektive beim Beruf vorhanden ist, dann genügt ein Funke.

Ferhad: Genau, die Hemmschwelle sinkt bei Perspektivlosigkeit. Viele Kinder und Jugendliche haben zu Hause keine Ansprechpartner, orientieren sich vielleicht an Vorbildern in Cliquen, die keine Vorbilder sind.

BZ: Würdet ihr sagen, dass Programme wie der Feriensommer und Einrichtungen wie Jugendsozialarbeit und Jugendtreffs solche Krawalle verhindern helfen?

Felix: Vielleicht nicht komplett, aber den Verantwortlichen in solchen Einrichtungen fällt viel eher auf, wer gefährlich oder gefährdet sein könnte, wer eine geringe Hemmschwelle hat. Solche Schüler hatten wir auch schon – und die waren genauso jung wie manche der englischen Kinder-Plünderer.

Frederick: Die Politik, egal ob in Städten oder im Land, darf an Programmen für Kinder und Jugendliche nicht sparen, und auch nicht Gehälter und Stellen bei der Polizei kürzen. Langfristig ist Geld, das für junge Menschen angelegt wird, gut angelegtes Geld.

Lucas: Es gibt hier sicherlich auch Proteste, wo sich Jugendliche einfach mal so anschließen, um Krawall zu machen – siehe die Räumung der Wagenburg in Freiburg.

Felix: Es gibt auch geordneten Protest gegen Projekte wie Stuttgart 21.

Ferhad: Aber die Leute, die da protestieren, brennen nicht Privatleuten ihre Bude ab.

BZ: Das ist ein Stichwort. Die Jugendlichen in England rauben nicht unbedingt die Reichen, sondern auch die Leute in ihren eigenen ärmlicheren Vierteln aus.

Ferhad: Ja, das schockiert mich enorm. Die Leute, die dort ausgeraubt werden, gehören doch mit zu der Community derer, die protestieren. Die haben doch auch nicht viel. Da bereichern sich Arme auf Kosten der Armen. Da läuft was komplett schief in der Werteentwicklung und im Sozialsystem. Aber wir haben auch schon auf Festen beobachtet, das manche Leute sich nicht an gewisse, eigentlich selbstverständliche Standards halten. Da muss nur mal einer anfangen, und andere machen einfach so mit, besonders wenn Alkohol im Spiel ist. Die bekommen zu Hause oft keine Werte mehr vermittelt.

Felix: Wir hatten auch schon Neunjährige, die lieber zu Hause am PC Ballerspiele für Erwachsene spielen als hier mitzumachen – da ziehen Eltern keine Grenzen mehr. Unverantwortlich, so was.

BZ: Wie geht ihr mit solchen Kindern um? Kann man Einsicht einfordern?

Lucas: Einfach ist das nicht, aber es geht. Es gibt aber auch Fälle, da nutzt gar nichts mehr.

Felix: Die bekommen bei uns die gelbe Karte und müssen auch schon mal unter Aufsicht alleine aufräumen. Und wenn die merken, dass sie mit ihrer Art komplett auflaufen, dann gibt’s komischerweise doch oft Einsicht.

BZ: Was empfehlt ihr Politikern?

Ferhad: In Bildung investieren, Benachteiligte hier unbedingt unterstützen.

Lucas: Chancen für Kinder und Jugendliche aus ärmeren Verhältnissen schaffen.

Frederick: Keine Vorbilder hervorheben, die keine sind und ihnen kein Podium bieten – das gilt auch für die Medien.

 

Badische Zeitung vom 24.03.2011

“Wir brauchen jeden Jugendlichen”
In Neuenburg entsteht ein Jugendrat – als Ergebnis der Zukunftswerkstatt für und mit Jugendlichen.

NEUENBURG AM RHEIN. Neuenburg soll einen Jugendrat bekommen. Dies ist ein Ergebnis der Zukunftswerkstatt im November, die sich mit “Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen” befasst hatte. Die Idee, an deren Umsetzung gerade gearbeitet wird, ist nicht etwa, Kinder und Jugendlichen einen eigenen Gemeinderat wählen zu lassen, sondern Jugendvertreter von Vereinen, Verbänden, Kirchen, Schulen, Fasnachtscliquen und freien Gruppen einzuladen. Drei bis vier Mal im Jahr, so lautet der Plan, sollen sie zusammenkommen und sich mit ihren Ideen einbringen – beispielsweise auch bei der Gestaltung der Landesgartenschau. Stadtjugendreferent Wolfgang Gerbig ist gerade viel beschäftigt, sowohl im Ausschuss für Verwaltung und Finanzen als auch im Arbeitskreis Schule und Wirtschaft war die Zukunftswerkstatt ein Thema. Denn Kinder und Jugendliche wird es immer weniger geben. Laut Gerbig, der sich dabei auf eine Informationsveranstaltung des Landkreises berief, gab es 2010 im Kreisgebiet 8868 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. 2025 sollen es nur noch 6847 sein. “Wir brauchen jeden Jugendlichen”, lautete das Fazit Gerbigs im Arbeitskreis Schule und Wirtschaft, wo er die Wichtigkeit von Bildung betonte und sich für eine verstärkte Integrationsarbeit und Berufsvorbereitung für benachteiligte Kinder und Jugendliche mit sozialen Problemen aussprach. Unter anderem mit der vor einem Jahr lancierten Potenzialanalyse sei Neuenburg bereits auf einem guten Weg.
Der Zukunftswerkstatt vorausgegangen war eine Online-Befragung, an der sich Gerbig zufolge 188 Neuenburger Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren beteiligt hatten. Außerdem gab es Schulhofinterviews und ein Jugendhearing, bei denen die
Pressespiegel der Stadt Neuenburg am Rhein, 24.03.2011
Bedürfnisse, aber auch die Zufriedenheit der jungen Neuenburger abgefragt wurden, ehe bei der Zukunftswerkstatt an Ideen und Projekten gearbeitet wurde. Zu den Ergebnissen gehört der Jugendrat. Es kam dabei aber auch heraus, dass die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Vereinen und Institutionen ausgeweitet werden soll, dass auch für ältere Schüler Nachmittagsbetreuung in Projekten und Arbeitsgemeinschaften gewünscht wird, dass der Sportplatz an der Werkrealschule auch öffentlich nutzbar sein sollte. In Sachen Kommunikation ergab sich, dass Gespräche zwischen Jugendlichen und Anwohnern gefördert und moderiert werden sollen und dass verstärkt auf Gruppen zugegangen werden soll, die als “schwierig” eingestuft werden. Auch ihre Vertreter sind im Jugendrat willkommen. Eine weitere Idee war, die Kommunikation zwischen Jung und Alt durch Artikel in der Stadtzeitung zu fördern. Auch wurde ein schulübergreifendes Streitschlichterprojekt vorgeschlagen. Ein konkretes Projekt, dass jetzt im Frühjahr angegangen wird, ist die Renovierung der Skateranlage.

 

Badische Zeitung vom 22.12.2010

Konzerte und Breakdance

Ehrenamtliche Helfer bei Weihnachtsfeier im Jamhouse / Rück- und Ausblick auf Veranstaltungen.

NEUENBURG AM RHEIN. Der Jugendkulturverein Jamhouse Neuenburg feierte am Freitagabend eine fröhliche Weihnachtsfeier. Wolfgang Gerbig, der Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Neuenburg, hatte alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die im vergangenen Jahr durch ihr Engagement zahlreiche Projekte und Aktionen ermöglicht hatten, zu einem Rückblick auf das Jahr eingeladen. Einen Ausblick auf 2011 gab es auch.

Das gerade ausklingende Jahr stand für das Jamhouse besonders im Zeichen des Jugendkulturfestivals “K-FE”, das innerhalb der Heimattage am 23. und 24. Juli dieses Jahres in Neuenburg stattgefunden hatte. Die Vorbereitung für das Festival war, so Gerbig, für alle Beteiligten “sehr stressig”. Obwohl der Andrang bei den zuvor intensiv beworbenen Konzertabenden eher gering ausgefallen war, erinnerte sich ein ehrenamtlicher Helfer bei der Weihnachtsfeier daran, “viel Spaß” gehabt zu haben. Einem anderen Helfer fiel dazu mit scherzhafter Übertreibung ein, dass “mehr Security als Konzertbesucher” anwesend gewesen sei.

Die Sommerpause im Jamhouse konnte trotz der großen Belastung durch den beträchtlichen Arbeitsaufwand, den das Jugendkulturfestival benötigt hatte, erst nach der Teilnahme mit mehr als 30 ehrenamtlichen Helfern am Neuenburger Kindersommer, einem Ferienprogramm mit vielfältigen Angeboten, beginnen.

Gerbig freute besonders, dass sich 2010 zusätzlich zu den kontinuierlich stattfindenden Aktionen wie der fest etablierten Konzertreihe “Rockzone” innerhalb des Jamhouses neue Gruppierungen gebildet haben. Für die unlängst gegründete Breakdancegruppe “Die Freestylerz” bestehe zudem die Aussicht auf einen professionellen Trainer, um der aufkommenden Breakdance-Szene in der Region zusätzlichen Auftrieb zu verleihen.

Auch die Vorbereitungen für das nächste Jahr sind bereits eingeleitet. Das Finale des siebten Music-Star(t)-Contest, ein Bandwettbewerb für junge Nachwuchsmusiker, wird am 4. Juni im Stadthaus stattfinden. Das Konzept des Music-Star(t)-Contests wird 2011 erstmals auch auf die internationale Ebene übertragen. Bei Vorentscheidungen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz werden die Finalteilnehmer des trinationalen Bandwettbewerbs “Tri-bune” ermittelt. Diese treten dann am ersten Oktober in Neuenburg im Finale gegeneinander an. Dem Sieger winken attraktive Auftrittsmöglichkeiten vor großem Publikum in allen drei beteiligten Ländern.

Auch das Jamhouse erhofft sich von dem trinationalen Wettbewerb Vorteile. 2011 soll es vermehrt gelingen, französische Bands für Auftritte in Neuenburg zu gewinnen. Selbstverständlich veranstaltet das Jamhouse auch wieder einen Tanz in den Mai, nimmt am Neuenburger Kindersommer teil und steht regelmäßig zur Vermietung zur Verfügung.

Die Jamhouse-Verantwortlichen müssen allerdings weit über 2011 hinaus planen: Wegen der Landesgartenschau, die 2022 in Neuenburg stattfinden wird, muss das Jamhouse abgerissen werden. Gerbig versprach den Jugendlichen aber, dass nach “einer fetten Abrissparty” eine Alternative da sein werde. Durch diese Perspektive beruhigt, konnten die Helfer ihre Weihnachtsfeier ausgiebig genießen.

Autor: Lukas Fuhr

 

Badische Zeitung vom 15.12.2010

Ein Öffnungstag pro Woche mehr

Das Neuenburger Jamhouse reagiert auf Wunsch von Jugendlichen / Anmeldungsfrist für Music-Star(t)-Contest läuft.

NEUENBURG AM RHEIN. Das Jugendhearing, das im November in Neuenburg veranstaltet und mit einer Zukunftswerkstatt verknüpft wurde, zeigt einen ersten Erfolg: Weil viele Jugendliche sich einen offenen Treff wünschten, öffnet das Jamhouse einen Tag mehr pro Woche: mittwochs von 18 bis 22 Uhr. Bislang war es nur montags – zur selben Zeit – geöffnet. Immer offen ist die Homepage des Jugendzentrums – und dort können sich Nachwuchsbands ab sofort für den Music-Star(t)-Contest 2011 anmelden.

Ob Billardtisch, Kicker oder Tischtennis, ob Musik hören, Filme anschauen oder einfach nur quatschen – all das geht im Jamhouse jetzt an zwei Tagen pro Woche. Das Jamhouse verkauft nach eigenen Angaben auch günstige Getränke, manchmal gibt es auch etwas Warmes zu essen. Jetzt hoffen der Vorstand und das Kinder- und Jugendbüro, dass die Jugendlichen das erweiterte Angebot auch annehmen. Immerhin öffnet der Treff auch zwischen Weihnachten und Neujahr, also in den Ferien, wenn sonst wenig los ist.

Wie berichtet fand am 12. November in Neuenburg ein Jugendhearing statt, dessen Ergebnisse am nächsten Tag in die Zukunftswerkstatt zum Thema “Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen in Neuenburg am Rhein” eingeflossen sind. Schon vor dem Jugendhearing hatte der städtische Kinder- und Jugendbeauftragte Wolfgang Gerbig auf Schulhöfen vor allem von Jugendlichen aus Haupt- und Realschule gehört, dass es in Neuenburg einen Bedarf an Treffpunkten gibt. Allerdings war der Andrang im Jamhouse am ersten geöffneten Mittwoch in der vergangenen Woche noch nicht sehr groß. Vielleicht, so vermutet Gerbig, weil sich die neuen Öffnungszeiten erst noch herumsprechen müssen. Vielleicht aber auch, weil die Jugendlichen lieber einen Treffpunkt ohne Kontrolle und Aufsicht hätten. Denn im Jamhouse werden sie durch einen älteren Jugendlichen im Freiwilligen Sozialen Jahr beaufsichtigt.

 

Ein Einstieg ins Jamhouse ermöglicht am nächsten Wochenende die “Christmas Rockzone” mit zwei Newcomerbands: Es rocken “3samkeit”, die Gewinner des diesjährigen Music-Star(t)-Contests, sowie “No Problem” aus Hüfingen am Samstag, 18. Dezember – Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt kostet drei Euro inklusive Getränkebon. Und wer im Jamhouse mit einer Nikolausmütze auftaucht, kommt sogar für zwei Euro rein.

Zwar findet der nächste Music-Star(t)-Contest erst 2011 statt. Die Bewerbungsfrist läuft aber jetzt schon an: Ab Mittwoch, 15. Dezember, können sich Nachwuchsbands bewerben. Voraussetzung ist, dass das Durchschnittsalter der Band nicht über 22 Jahren liegt, die Musiker noch keinen Profivertrag haben und sie drei eigene Songs vorweisen können. Ein Stück wird unplugged gespielt – und zwar zum Thema Umweltschutz. Überhaupt müssen alle Songs live und ohne elektronische Beats oder Backgrounds gespielt werden. Mit Informationen zur Band und drei Bandfotos muss die CD mit den Songs bis 15. Februar ans Jamhouse geschickt werden. Das MSC-Finale findet am 4. Juni im Stadthaus statt. Als erster Preis lockt ein Auftritt beim nächsten Stimmenfestival. Die zweiten Sieger werden beim Zeltmusikfestival in Freiburg auftreten.

Music-Star(t)-Contest: Bewerbungen an Jamhouse Neuenburg e.V., Am Altrhein 2, 79395 Neuenburg am Rhein, Stichwort “Bewerbung MSC 2011″ oder digital über http://www.msc.jamhouse-neuenburg.de

Christmas Rockzone am Samstag, 18. Dezember, ab 20 Uhr, im Jamhouse;

Informationen zum Jamhouse unter http://www.jamhouse-neuenburg.de

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